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pr_feidman.jpg 300x369    Giora Feidman

Giora Feidman wurde 1936 als Sohn jüdischer Einwanderer in Buenos Aires geboren. Diese besondere Konstellation, verbunden mit einem großenTalent haben ihn zu einem universellen Künstler gemacht, dessen ausdrucksvolles Klarinettenspiel das Publikum rund um die Welt berührt und verbindet.

Schon die Anfänge seiner Karriere waren außergewöhnlich:. Bereits als 18jähriger wurde der junge Klarinettist in das Orchester des weltbekannten Teatro Colon in Buenos Aires aufgenommen, um nur zwei Jahre später der Berufung in das Israel Philharmonic Orchestra zu folgen, wo er zwei Jahrzehnte blieb und auch an der Universität von Tel Aviv als Professor unterrichtete.

Auch als "King of Klezmer" bleibt Feidman seinem Credo von der Verständigung mit den Mitteln der Musik treu und entwickelt sich beständig weiter. Seine Interpretationen der Musik von Astor Piazzolla ("Feidman plays Piazzolla" Warner Classics 0927-49505-2) verbinden die Wurzeln seiner Biographie und führen den Klezmer mit dem Tango zusammen. In Argentinien erhält er den Ehrentitel "Gardel der Klarinette".

Gleichzeitig ist Giora Feidman auch als Solist mit namhaften Ensembles und Orchestern zu hören, unter anderem mit dem Kronos Quartet, der Polnischen Kammerphilharmonie, den Berliner Philharmonikern u.a.. Gemeinsam mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks führt er im Juli 2002 erstmals Mozarts Klarinettenkonzert auf, eine Repertoire-Auswahl, auf die die internationale Musikwelt schon lange gewartet hatte.

Sein Klarinettenspiel, das ohne Worte zu sprechen vermag, führt Feidman auch auf die Theaterbühne und zum Film. Sein Auftritt in Peter Zadecks Inszenierung von Joshua Sobols 'Ghetto' wird 1984 zum überwältigenden Erfolg. In den neunziger Jahren kehrt er auf die Bühne zurück, in den Opern "Der Rattenfänger" (nach Michael Ende, Dortmund 1994) und "Lillith" (Bayreuth, 1996) und in den Hamburger Kammerspielen mit dem Stück "Meschugge vor Hoffnung". Steven Spielberg lädt ihn ein, gemeinsam mit Itzhak Perlman die Musik zum Film "Schindlers Liste" einzuspielen, für die Feidman einen Oscar erhält. In Joseph Vilsmaiers Film über das Leben der "Comedian Harmonists" hat Feidman einen Gastauftritt, wie auch in Caroline Links "Jenseits der Stille", in beiden Soundtracks interpretiert er Kompositionen von Ora Bat Chaim

Die Musik der Malerin, Dichterin und Komponistin Ora Bat Chaim ist für Giora Feidman Symbol der Verständigung. Bei der Feierstunde zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus bringt er im Januar 2000 mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker im Plenarsaal des Deutschen Bundestages ihre Komposition "Love" zur Uraufführung. Im Frühjahr 2003 ist "Love" der Titeltrack seines Albums "Giora Feidman plays Ora Bat Chaim".

“Er überbrückt viele Klüfte zwischen Generationen, Kulturen und sozialen Unterschieden. Und er tut all dies mit künstlerischer Vollendung. Lang lebe Giora, seine Klarinette und seine Soul Music ! “ (Leonhard Bernstein)
 

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