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Der Prinz-Georg-Garten
Das kleine Palais am Rande des Darmstädter Herrngartens war um
1710 unter Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt vermutlich durch
Louis Remy de la Fosse, den Baumeister des Darmstädter
Neuschlosses, errichtet worden. Die darin befindliche Porzellansammlung
geht auf die Gründung Großherzog Ernst Ludwigs von Hessen
und bei Rhein zurück. Aus den Sammlungen des fürstlichen
Hauses faßte er Porzellane und andere keramische Erzeugnisse im
Prinz-Georg-Palais zusammen, das er ab 1908 als Museum der
Öffentlichkeit zugänglich machte. Daher auch der
volkstümliche Name "Porzellanschlößchen" |
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Ihren heutigen Namen erhielten das
Gebäude und der daran angrenzende eigenständige Rokoko-Garten
durch Prinz Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt, der die Anlage zwischen
1764 und 1782 als Sommerwohnsitz nutzte. Im letzten Viertel des 18.
Jahr hunderts, als mit Goethe, Herder und Merck der Kreis der
Empfindsamen um Landgräfin Caroline von Hessen-Darmstadt das
kulturelle Leben der Residenz prägte, erlebten das Palais und der
Garten eine Blütezeit. Nach 1840 ging das Anwesen in Staatsbesitz
über. Vor dem Einzug der Porzellansammlung wurden hier 1899 die
ersten Ateliers für die Mitglieder der Darmstädter
Künstlerkolonie errichtet.
Während des Zweiten Weltkrieges blieb das Gebäude nahezu
unbeschädigt, so dass die ausgelagerte Porzellansammlung bereits
1951 zurückkehren konnte. 1992 begann das Land Hessen mit einer
grundlegenden baulichen Sanierung der Anlage, die eine erneute
Auslagerung der Porzellane erforderlich machte. Im Juli 1999 konnte das
Porzellanmuseum an seinem ursprünglichen Standort, dem
restaurierten Prinz-Georg-Palais, wieder eröffnet werden. |
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